3D-Designerbrillen fürs Kino
Dreidimensionales Kino ist beliebt: In Deutschland wuchs die Zahl dieser Kinos von 30 am Jahresanfang auf 170 bis jetzt. Allerdings benötigt man spezielle Brillen, was einige Nachteile mit sich bringt. Der 3D-Kino-Hersteller RealD arbeitet allerdings schon an Lösungen.
Der Fox-Sports-Vorstand David Hill erzählte dem RealD-Chef Michael Lewis von seinen zwei Töchtern: Sie sind Teenager und „wollen nicht zu einem Date ins Kino gehen und dabei aussehen, als kämen sie gerade vom Schweißen“. Mit dem Start des 3D-Films „Avatar“ im Dezember wird es deshalb in den USA dreidimensionale Designerbrillen unter anderem von Gucci geben.
Ein weiteres Problem ist, dass es in den Kinos keine 3D-Brillen für Kurzsichtige und Kleinkinder gibt. Entsprechende Brillen sind zwar geplant, werden voraussichtlich aber erst später erhältlich sein. In den USA ist meistens das Polfilter-System RealD implementiert. Auch in Deutschland kommt RealD häufig zum Einsatz, nicht selten sind jedoch Systeme mit Shutterbrillen von XpanD und Interferenzfiltern von Dolby-3D. Die Designerbrillen von RealD funktionieren aber nur mit Polfilter-Systemen – neben RealD wird damit zwar MasterImage unterstützt, was aber nicht weit verbreitet ist.
Kostenlose Einweg-3D-Brillen sind in den USA üblich, in Deutschland leider nicht. Wer eine eigene 3D-Designerbrille ins Kino mitbringt wird von deutschen Kinobetreibern oft verpflichtet, trotzdem bei jedem Kinobesuch eine neue Brille zu kaufen. Beispielsweise Cinemaxx tut dies mit der Begründung, die Brillen seien so empfindlich, dass sie schnell Kratzer bekämen, die Probleme bei der Wahrnehmung verursachen könnten.
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