Das war die CeBIT 2010

Das war die CeBIT 2010

Weitreichende Technologien mit für individuellen Nutzen

Auf der diesjährigen CeBIT bekam beinah jede Branche etwas zu sehen und zu bestaunen. Trends für das iPhone, die 3D-Technik, digitale Gesundheitsassistenten und vieles mehr sorgten für jede Menge Aufsehen unter den Besuchern. Im Bereich der Business-IT-Lösungen dominierten ganz klar Cloud Computing, Saas, neue ERP-Lösungen sowie energieeffiziente Virtualisierungssysteme.

Alltagslösungen dank mobilem Internet

Mit den hervorragenden Anwendungen und Serviceleistungen des mobilen Internets konnte den Besuchern verständlich näher gebracht werden, wie das mobile Internet den Alltag revolutionieren kann. Die unzähligen Applikationen für die Smartphones sind nicht nur praktisch für die Nutzer sondern auch ein Milliardengeschäft für die Wirtschaft. 4,5 Milliarden Apps sollen alleine in diesem Jahr aus dem Internet geladen werden. 21,6 Milliarden sollen es im Jahr 2013 sein. Dies geht aus einer Gartner Studie hervor. Zahlreiche Apps konnten auf der CeBIT präsentiert werden. Egal was der Nutzer sucht, die Apps ermöglichen alles was das Herz begehrt, seien es soziale Netzwerke im Internet, durch welche man geführt wird, Augumented-Reality-Lösungen, welche es ermöglichen, reale Bilder mit den Informationen aus dem Internet zu verknüpfen oder einfache Popstar-Apps, welche im übrigen ein Top-Thema auf der Musikmesse CeBIT Sounds waren, die in diesem Jahr das erste Mal stattfand.

Aber nicht nur die unzähligen Apps sorgten für neugierige Blicke, sondern auch Cloud Computing, welches der sicheren Datenspeicherung im Internet dient.

Weiterhin sehr interessant waren diverse Content-Management-Systeme, mit welchen sämtliche Medienkanäle bedient werden können und die Inhalte sich auf einem beliebigen Ausgabegerät wiedergeben lassen.

Klein, Kompakt und Schnell – Smartphones, Netbooks und vieles mehr

Die vorgestellten Handys sollte nicht mehr als Mobiltelefon bezeichnet werden, sondern viel mehr als kompakter Mini-PC mit dem Zusatz der Telefonoption. Vielfältige Verbindungen und das Ausführen mehrere Kommandos auf einmal ist dank der Prozessorleistung von bis zu einem Gigahertz kein Problem mehr.

Für einen schnellen und drahtlosen Zugriff auf das Internet, wurden die neusten Modelle mit WLAN-Schnittstellen und HSPA-Funkmodul ausgestattet – die Übertragungsleistung liegt bei 7,2 Megabit pro Sekunde. Noch in diesem Jahr soll ein weiterer Schritt in der Ausbauung der mobilen Breitbandnetze stattfinden. Auch die Zukunft des Mobilfunks wurde eindrucksvoll dargestellt. Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s sollen mit dem UMTS-Nachfolger Long Term Evolution (LTE) erreicht werden. Live-TV in HD Qualität und Online-Spiele können somit auch bald das Handy erobern.

Die meisten Smartphone-Neuheiten auf der CeBIT verfügten außerdem über ein Touchscreen-Bildschirm der eine komfortable Bedienung mit dem Finger ermöglicht. AMOLED-Displays waren die eindeutigen Trends für die Smartphone-Displays. Schnellere Reaktionszeiten, geringerer Stromverbrauch, ein helleres Bild und bessere Farben sprechen eindeutig für diese neue Technik.

Aber nicht nur die Smartphones, sondern auch die aktuellen kompakten und immer leistungsfähigeren Netbooks fanden jede Menge Zuspruch. Grafik- und Hauptprozessor befinden sich bei den meisten der kleinen, praktischen Rechner auf einem Chip. Somit wird nicht nur Platz gespart, sondern auch der Energiebedarf gesenkt.

Highlight der CeBIT – 3D-Technologie

Der Schwerpunkt der diesjährigen CeBIT lag ganz klar im Bereich „Next Level 3D“. Hardware und Software Lösungen für Heimkinos oder für professionelle Anwendungen zogen die Besucher in Strömen an. Ob 3D-fähige Computermonitore, Beamer für den professionelle Einsatz oder hochwertige Gaming-Netbooks – hier kam jeder auf seine Kosten.

Auch die passenden 3D Brillen wurden direkt vorgestellt. Kompaktkameras die Fotos und Videos direkt in 3D aufnehmen, 3D Projektoren, mit welchen nicht nur Filme, sondern auch Spiele in HD-Qualität auf die Wohnzimmerwand projiziert werden überzeugten auf ersten Linie.

Die XML3D-Technolgie wurde im „future parc“ der CeBIT 2010 vorgestellt. Mit dieser lässt sich das Internetformat HTML um 3D-Fähigkeiten erweitern. Schon jetzt können entsprechende Elemente in Websites eingebaut werden.

Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Ministerien stellten auf rund 6.000 Quadratmetern ihre zukunfts-weisenden Projekte vor. In diesem Bereich war auch das CeBIT Motto „Connected World“ stets präsent. „Connected Living“ ermöglichte eine Sicht in die zukünftige Lebenswelt, in welcher die Hausgeräte dazu in der Lage sein sollen, sich untereinander zu verständigen. Egal ob ein digitaler Energieassistent, der auf die Sparsamkeit von Heizungen und Beleuchtungen achtet, oder ein virtueller Küchenhelfer der bei einer gesunden Ernährung für Unterstützung sorgt – nichts war unmöglich.

die Medizin profitiert – Gesundheitsassistenten für den Praxiseinsatz

Unter dem Schwerpunkt „TeleHealth“ wurde die neuen Technologien für den alltäglichen Praxiseinsatz vorgeführt. Mit diesen sollen die Arbeitsabläufe in den Arztpraxen, Kliniken und auch den Apotheken um einiges erleichtert werden.

Eine zunehmende Rolle spielen Smartphones mit Bluetooth- und Internetanbindung im Bereich der stationären oder häuslichen Pflege. Als Fazit konnte die diesjährige CeBIT festhalten, dass die Akzeptanz lebensrettender Technologie immer mehr zunimmt. Und das auch, wo die Technologien in vielen Bereichen noch immer Zukunftsfragen sind. Eine Umfrage; welche anlässlich der CeBIT gestellt wurde ergab, dass mittlerweile jeder viere Deutsche bereit wäre, sich einen Microchip unter die Haut pflanzen zu lassen, wenn dieser im Notfall eine schnellere Rettung gewährleisten würde.

Technologien auch für das Auto

Der Bereich „Destination IST“ beschäftigte sich insbesondere mit der Frage, wie eine sofortige Ortung nach einem Unfall möglich ist, ohne das der Fahrer etwas dafür tun muss. Auch das europäische Notrufsystem eCall wurde ausführlich erklärt. In wenigen Jahren soll dieses zur Pflichtausstattung aller Neufahrzeuge gehören.

Aber auch Navigationssysteme, Parkleit- und Flottenmanagement-Lösungen wurden präsentiert. Über die jüngsten Entwicklungen der intelligenten Verkehrssteuerung informierte das Forum „CeBIT in Motion“.

Eine Fahrzeugstudie mit LTE-Breitbandzugang war einen entscheidenden Blick in die Zukunft: Über einen Großserver im Netz soll das „Smartphone auf Rädern“ mit anderen Autos kommunizieren.

Deutsche Wirtschaft – Software und Dienstleistungen als Wachstumstreiber

Hersteller wie IBM, Microsoft und SAP konnten eine Bilanz ziehen – Wachstumstreiber für die deutsche Wirtschaft sind Software und Dienstleistungen. Das Karlsruher Frauenhofer Institut für System- und Innovationsforschung erstellte dazu eine passende Studie, welche erstmals auf der CeBIT veröffentlicht wurde. Laut dieser Studie sollen im Jahr 2030 90 Milliarden Euro Bruttowertschöpfung aus dem ITK-Sektor stammen. In dem genannten Zeitraum sollen bi zu 452 000 neue Arbeitsplätze in der Software- und IT-Dienstleistungsbranche entstehen.

CeBIT als Zentrum der SAP-Gemeinde

Die jährliche SAP Kundenveranstaltung konnte erstmals auf der CeBIT besucht werden. Halle 19 und Halle 20 gehörten voll und ganz der Aufmerksamkeit des Software-Herstellers an.

Cloud Computing und SaaS

Auch in diesem Jahr setzte sich der Erfolg von Cloud Computing und SaaS fort. Auch mittelständische und kleinere Unternehmen können von der modernen Technologie des Cloud Computing profierten.

Durch SaaS ist eine problemlose Skalierung möglich, wodurch die Lösungen bei einem Anstieg des Geschäftsvolumens sicher mitwachsen. Zahlreiche Anbieter präsentieren auf der CeBIT 2010 Lösungen, die es Mittelstand ermöglichen sollen, schnell und einfach in Cloud Computing und SaaS einzusteigen.

Neue Funktionen für ERP-Systeme

Die neuen ERP-Systeme umfassen umfangreiche Funktionen für E-Commerce, Mobile Computing und Business Intelligence. Viele Lösungen wurde für den Mittelstand entworfen, denn diese gewinnen immer mehr an Bedeutung für die deutsche Wirtschaft, müssen sich aber auch immer intensiver im globalen Wettbewerb beweisen. Die ERP-Systeme bieten speziell für diese Gruppe ein Business Process Management, in welchem vordefinierte Standardprozesse integriert sind. Dennoch sind auch eigene Geschäftsprozesse zulässig.

Für die IT-Branche wird Mobilität immer wichtiger. Sämtliche Mobile Clients sollten in der heutigen Zeit dazu in der Lage sein, von jedem Einsatzort aus auf die ERP-Systeme zugreifen zu können.

Wachstum dank Costumer Relationship Management

Um im Geschäftsleben wachsen zu können, gehört ein Kundenbeziehungsmanagement dazu. Mit den CRM Anwendungen haben die Mitarbeiter eines Kundensupports die Möglichkeit, jederzeit direkt auf die aktuellen Daten der Kunden zuzugreifen und Kundenwünsche schneller zu organisieren.

Hersteller fassen unter dem Oberbegriff Enterprise-Content-Management und Dokumentenmanagement System eine Vielzahl von Anwendungen zusammen. Transparente Abwicklungen eines Geschäftes werden dank der Funktionen wie Archivierung und Workflow-Optionen erleichtert. Immer mehr System erscheinen auf dem Markt, mittels dessen kleine und mittelständische Unternehmen ihre Geschäfte besser und einfacher organisieren können.

verfasst am Dienstag, 09. März 2010

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