3D Geschichte

3D-Filme bewegen viel in den Kinos. Allein im Jahr 2009 erschienen "Avatar", "Oben", "Final Destination". Die Zukunft gehört den 3D-Filmen.

3D wurde vom britischen Physiker Charles Wheatstone ins Leben gerufen, der dachte, wir könnten Dinge aus unterschiedlichen Gesichtswinkeln sehen. Er baute ein Gerät mit
Spiegeln namens Stereoskop um seine Erfindung anhand von doppelten Bildern zu demonstrieren. Genauso wie die 3D-Brillen, die heutzutage im Kino benutzt werden, trennt
das Stereoskop die Bilder fürs rechte und linke Auge.

Der erste 3D-Film, der eine nennenswerte Zuschauerzahl erreichte, erschien 1922, wurde in Los Angeles uraufgeführt und hieß „The Power Of Love“. Der Film wurde von zwei
nebeneinander stehenden Kameras aufgenommen.

Farbig wurde die 3D-Film-Welt schon 1935, die ursprüngliche Anwendung wurde jedoch nur genutzt, um den Blendeffekt von Autoscheinwerfern in Filmen zu reduzieren.

Die Zuschauer trugen Polarisations-Brillen, die die zwei gleichzeitig projizierten, allerdings unterschiedlich polarisierten Filme wieder trennen konnten.

Der 3D-Trend erreichte 1951 auch London. Dort wurde ein einzigartiges 3D-Kino am Südufer der Themse, wo auch das „Festival of Britain“, eine nationale Ausstellung,
stattfand. Das wiederum weckte das Interesse Hollywoods, denn das 3D-Kino gab neue Hoffnung in einer Zeit, in der es immer mehr Fernseher gab und das Publikum dem Kino
fern blieb. 1952 standen die Menschen um das gesamte Gebäude herum Schlange, um den neuen, „naturgetreuen“ 3D-Film „Bwana Devil“ zu sehen.

Obwohl „ Bwana Devil“ viel negative Kritik erntete, waren die Leute gespannt, was es im 3D-Kino als nächstes geben würde. Bis 1955 wurden wahrscheinlich über 50 3D-Filme
veröffentlicht, alles sah danach aus, als ob die Zukunft der dritten Dimension gehören würde – doch dann flaute der Trend wieder ab und es war fragwürdig, ob 3D jemals wieder
ins Kino zurückkehren würde. 3D verlor seine Anziehungskraft, die goldene Ära war vorbei. Mit CinemaScope kam ein neues Breitbildbildformat in die Kinos, welches die
Vorstellungskraft der Zuschauer wieder erlangte und 3D in ihren Köpfen verdrängte.

Es dauerte beinahe zwei Jahrzehnte, um das Problem, nicht mit einer Kamera drehen zu können, zu lösen. In den 1980er Jahren kehrten die Zuschauer zurück zu 3D, wobei
„Comin’ At Ya“ und „Jaws 3D“, einer der erfolgreichsten 3D-Filme aller Zeit, eine Rolle spielten.

IMAX 3D war ein neues Format, das 2004 mit dem computeranimierten Film „Der Polarexpress“ in die Kinos kam. In immerhin 75 Kinos wurde er damals auch in 3D
gestartet, in 2000 Kinos wurde er in 2D gezeigt. Die 3D-Version überbot die normale 2DVersion an den Kinokassen allerdings ums Dreifache.

Der letzte Freitag wird auch in die 3D-Geschichte eingehen, denn da hat der Regisseur David Cameron einen ganz neuen Typ 3D-Kamera für seinen neuen Film „Avatar“ gebaut.
Er begründet dies damit, dass die alte Kamera zu schwer ist und er eine sehr leichte Kamera benötigt, um den neuen Film zu drehen. Die Idee, diesen Film zu machen, gab es
schon seit 1994 und wird es ihm ermöglichen, eine sehr glaubwürdige Alien-Welt darzustellen. Cameron musste auf Kameras warten, die seinen hohen Ansprüchen
entsprachen, bevor die Aufnahmen vor vier Jahren beginnen konnten. Nachdem 3D-Filme wieder Erfolg haben, sieht es so aus, als ob sie diesmal bleiben und in
Zukunft möglicherweise Filme nur noch Filme in 3D in die Kinos kommen statt in 2D.

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